Top 10 Radtouren in Deutschland

Wir kommen bald wieder zu dem Punkt, wo wir uns für das nächste Jahr allerhand Dinge vornehmen. Bewegung in Form von Radfahren steht da bei vielen ganz oben auf der Liste. Genau aus diesem Grund haben wir die Top 10 Radtouren Deutschlands zusammengestellt. Von Kiel bis München, von Aachen bis Dresden gibt es tolle Radwege, so dass es keine Ausrede gibt sich mal wieder aufs Fahrrad zu schwingen.

Havelland-Radweg

Havelland Der Havelland-Radweg Weite Felder, dichte Kiefernwälder sowie unzählige kleine und große Seen prägen das Havelland. Die flache Landschaft eignet sich ideal für eine Radtour – dabei kommen nicht nur geübte Profis, sondern auch Gelegenheitsradler und Familien auf ihre Kosten. Neben der reizvollen Landschaft locken kulturelle Sehenswürdigkeiten und lebendige Ortschaften in das Havelland. Eine Radtour lässt sich ausgezeichnet mit einem Berlin-Besuch verbinden.

Weserradweg

Weserradweg

© Weserbergland Tourismus e.V

Der 491 Kilometer lange Weserradweg führt von der Entstehung der Weser im Weserbergland bis an die Nordsee. Wie Perlen auf einer Kette reihen sich hier die Sehenswürdigkeiten aneinander: fachwerkbunte Städte, Burgen und Schlösser, Wind- und Wassermühlen und der Flair der Nordsee.

Altmühltalradweg

Altmühltalradweg

© Naturpark Altmühltal

Der Altmühltalradweg gehört mit seinen 166 Kilometern zum neuen tauber altmühl radweg, der vom Main bis zur Donau führt. Seit Jahren einer der beliebtesten deutschen Radwege, ist der Altmühltalradweg die ideale Tour, um den Naturpark Altmühltal zu entdecken.

Rheinradweg

Fahrrad auf Reisen: Rheinradweg

Drachenfels ©

Um den Rhein ranken sich zahlreiche Mythen und Geschichten. Mit einer Gesamtlänge von 1.233 Kilometern zieht er durch vier Länder: Von der Quelle in den Schweizer Alpen über Frankreich und Deutschland bis zur Nordseemündung bei in den Niederlanden. Der Rheinradweg begleitet den Rhein in NRW.

Wikinger-Friesen-Weg

Radwege in Schleswig-Holstein: St. Peter Ording

St. Peter Ording © [email protected]

Schleswig-Holstein ist ein Paradies für Radfahrer. Das Land ist flach, die salzhaltige Luft gesund und die insgesamt 12 gut ausgebauten Radfernwege gewähren interessante Einblicke in die Geschichte des Landes. Sandige Nordseeküsten mit Blick aufs Wattenmeer, die beeindruckenden Steilküsten der Ostsee, pulsierende Hafenstädte und historische Dörfer sorgen beim Radfahren für Abwechslung. Der Wikinger-Friesen-Weg ist eines der Highlights im flachen Land.

Mosel-Radweg

Der Mosel-Radweg führt auf einer Strecke von 311 Kilometern vom französischen Metz bis nach Koblenz, wo die Mosel am Deutschen Eck in den Rhein mündet. Besonders der Abschnitt zwischen Trier und Cochem ist landschaftlich reizvoll – hier hat sich die Mosel in tiefen Schluchten und unzähligen Windungen in das Gebirge gegraben.

Osnabrücker Rund-Tour

Radwege im Osnabrücker Land

Tourismusverband Osnabrücker Land

Ein 2.500 Kilometer langes und einheitlich beschildertes Radroutennetz durchkreuzt das Osnabrücker Land. Auf diesem Streckennetz entdecken Sie eine landschaftlich und historisch reizvolle Region. Die Osnabrücker Rund-Tour bietet einen idealen Überblick über die Region.

Aller-Radweg

Fahrrad auf Reisen: Aller-Radweg

© Tourismus Region Hannover e.V.

Entlang der Aller, auch als Fluss der 100 Quellen bezeichnet, führt der Der Aller-Radweg durch eindrucksvolle Landschaften und abwechslungsreiche Orte.

Rennsteig-Radwanderweg

Domplatz, Erfurt

© Andreas Weise, Thüringer Tourismus GmbH

Einen ganz anderen Genuss finden Mountainbiker und sportliche Radler auf dem Der Rennsteig-Radwanderweg. Starke Anstiege auf schmalen Pisten wechseln sich mit ebenen Wegen durch lichten Wald ab.

Eder-Radweg

Zahlreiche Radwege sorgen dafür, dass sich die hessischen Urlaubsregionen auf zwei Rädern sehr gut “erfahren” lassen. Insgesamt über 3.300 km lang, verbindet das Netz der Hessischen Radfernwege idyllische Flusstäler mit den Höhenzügen von Rhön, Odenwald, Vogelsberg und Taunus. Auf dem Eder-Radweg lernen Sie die schöne Natur kennen.

Das war natürlich nicht alles was Deutschland an schönen Radwegen zu bieten hat, aber ein guter Überblick. Inspiration dürfte genug gegeben sein, jetzt heißt es nur noch losfahren!

Fahrradtouren mit Elektrorädern

Grundsätzlich gilt, dass eine Fahrradtour in Deutschland und Europa mit einem Elektrorad genauso gut ausgeführt werden kann wie mit jedem normalen Rad. Der Vorteil ist, dass Elektroräder kleinere und größere Anstiege besser bewältigen. Elektroräder können im gut sortierten Fachhandel und online, z.B. unter www.das-radhaus.de käuflich erworben werden. Wer ein Elektrorad nur einmal antesten möchte, wird ebenfalls im Netz fündig.

Radtour-Tipp fürs Elektrorad

Fahrradtour mit Elektrorad

Christian Allinger
CC BY 2.0 ([email protected])

Wer mit dem Elektrofahrrad eine Radtour auf dem Altmühltagweg zwischen Rothenburg ob der Tauber und Regensburg plant, sollte unbedingt etwas Zeit mitbringen. Die Landschaft ist überwältigend schön und mancher Ausblick lässt innehalten. Natürlich lohnen auch die Städte den Besuch allemal. Rothenburg lockt mit verwinkelten Gassen und dem mittelalterlichen Kriminalmuseum.

Regensburg wartet mit dem Dom St. Peter, einer bildschönen Altstadt und der nahe gelegenen Ruhmeshalle Walhalla bei Donaustauf, die sich hoch über der Donau erhebt. Dazwischen laden Gunzenhausen und der Altmühlsee zur Rast ein.

Deutsche Radwege mit dem Elektrorad bereisen

Deutschland selbst besitzt unzählige wunderschöne Radwege, die Fernwege führen zum Teil durch halb Europa. Eine Fahrradtour mit dem Elektrofahrrad bietet sich auf der Burgenroute zwischen Mannheim und Prag an. Strategisch günstig liegen die meisten Burgen beziehungsweise deren heutige Ruinen erhöht, um Feinde rechtzeitig ausmachen zu können: Hier ist ein Elektrorad praktisch. Die Radtour startet in der quadratisch angelegten Planstadt Mannheim mit dem Schloss als der zweitgrößten geschlossenen Barockanlage Europas und dem berühmten Rosengarten, in dem das ganze Jahr über Konzerte stattfinden. Unterwegs wartet Bamberg, das Kleinod an der Regnitz, mit der größten erhaltenen Altstadt Deutschlands, die vom Kaiserdom überragt wird. Die Tour endet in Prag, der ‚Goldenen Stadt‘ an der Moldau, gekrönt vom Hradschin.

Elektroräder sind für jeden geeignet

Elektroräder eignen sich nicht nur für Senioren oder für Menschen mit weniger Körperkraft. Eine Fahrradtour ist gesund, denn sie entlastet die Gelenke. Mit einem Elektrorad kommt man einfach weiter, während man ansonsten viele Gegenden kaum intensiver bereisen könnte. Es ist etwas anderes, an der Ostseeküste mit Elektrorädern entlangzufahren als mit dem Auto. Die Luft ist gesund, der Wind weht einem um die Nase und mithilfe des Elektrofahrrads kommen selbst Unsportliche gut vorwärts. Auf den Deichen entlang lässt sich Station machen, wo immer man es wünscht. Zwischen Dänemark und Polen bietet sich auf einer Radtour an der Küste reichlich Gelegenheit dafür: der schicke Hafen in Flensburg, das Holstentor in Lübeck oder die Sandstrände auf Rügen und Usedom sind nur wenige Beispiele.

Der Donauradweg: Von Deutschland bis Rumänien

Zu den beliebtesten Radfernwegen gehört der Donauradweg. Er ist etwa 1400 Kilometer lang und führt von der Donauquelle bei Donaueschingen in Baden-Württemberg unter anderem über das Altmühl-Tal, Österreich und Ungarn bis nach Rumänien, wo die Donau ins Schwarze Meer mündet.

„An der schönen blauen Donau…“

Radfernweg Donau - Altmühltal

[email protected] (CC BY-SA 2.0)

Nicht nur die berühmte Walzer-Melodie des Komponisten Johann Strauss weist darauf hin, dass die Donau für die Menschen seit jeher eine starke Anziehungskraft besitzt. Die große landschaftliche Vielfalt und die vielen Sehenswürdigkeiten entlang der Donau machen eine Radtour am Donauradweg zu etwas ganz Besonderem. Burgen, Städte, berühmte Bauwerke und ausgedehnte Naturschutzgebiete laden während der Fahrt immer wieder zum Verweilen ein.

Die Highlights

Zu einer Reise entlang des Donauradwegs sollten auf jeden Fall Besuche der umliegenden Städte gehören. Das Münster in Ulm mit dem höchsten Kirchturm der Welt, die Drei-Flüsse-Stadt Passau oder Linz, die österreichische Kulturhauptstadt 2009 sind ebenso eine Reise wert wie Bratislava, Wien und Budapest. Auch landschaftlich hat der Donauradweg sehr viel zu bieten: der Naturpark Donautal mit seinen Felsen und Burgen oder die Wachau, die als UNESCO-Welterbe auch berühmt für ihren Wein ist.

Service unterwegs

Der Radweg gehört zur EuroVelo-Route EV6, die vom Atlantik zum Schwarzen Meer führt. Die Strecke zwischen Passau und Wien ist so beliebt, dass sie inzwischen zu den meist befahrenen Radrouten in Europa gehört. Entlang der Donau ist die Strecke in der Regel sehr gut ausgebaut und leicht zu befahren. Dadurch ist die Reise entlang des Donauradwegs auch für Familien mit Kindern geeignet. Auch die Beschilderung ist bis auf einige Abschnitte in Bulgarien und Rumänien sehr gut. Es empfiehlt sich trotzdem, das passende Kartenmaterial dabei zu haben.

Radfahren im Havelland

Weite Felder, dichte Kiefernwälder sowie unzählige kleine und große Seen prägen das Havelland. Die flache Landschaft eignet sich ideal für eine Radtour – dabei kommen nicht nur geübte Profis, sondern auch Gelegenheitsradler und Familien auf ihre Kosten. Neben der malerischen Landschaft locken kulturelle Sehenswürdigkeiten und lebendige Ortschaften.

Der Havelland-Radweg

HavellandDer Havelland-Radweg, gekennzeichnet mit dem roten Adler auf dem Rad, verläuft von Schönwalde-Glien bis in den Naturpark Westhavelland. Vorbei an Paaren im Glien geht es nach Nauen, wo Sie die historische Altstadt zu einem Entdeckungsspaziergang erwartet. Als nächstes Ziel wartet Ribbeck. Hier können Sie eine kleine Rast bei Kaffee und Kuchen in der „Alten Schule“ einlegen, die Kirche besuchen oder Ihre Sinne auf dem Barfußpfad schulen.

Wieder auf dem Fahrrad, geht es weiter über Pessin, Senzke und Stechow nach Rathenow. Die bedeutende Optikstadt hat einiges zu bieten. Besuchen Sie das Optikindustriemuseum und den Optikpark oder genießen Sie vom Kirchturm der St.-Marien-Andreas-Kirche den herrlichen Rundblick über die Umgebung. Von Rathenow geht es weiter nach Steckelsdorf und Grütz. Hier befindet sich eines der letzten funktionstüchtigen Nadelwehre Deutschlands.

Der Havel-Radweg

HavellandDer Havel-Radweg wird durch die faszinierende Flusslandschaft der Potsdamer und Brandenburger Havelseen und der Unteren Havelniederung geprägt. Von der Quelle bis zur Mündung ist der Havel-Radweg, der unter anderem durch das Havelland führt, insgesamt 350 Kilometer lang. Ausgehend von Potsdam, der Stadt der Schlösser, Parks und Gärten, erradeln Sie sich die Ursprünglichkeit und Schönheit des Havellandes entlang eines der attraktivsten Flussradwege Deutschlands. Unweit von Potsdam gelangen Sie in die Blütenstadt Werder (Havel). Die malerisch auf einer Insel gelegene Altstadt sowie ausgedehnte Obstplantagen laden Sie zu einem entspannenden Spaziergang ein. Flussabwärts erreichen Sie über Phöben, Schmergow und die Götzer Berge Brandenburg an der Havel. Auf einem ausgeschilderten Stadtrundweg können lernen Sie den Dom St. Peter und Paul, Das Altstädtische Rathaus mit dem Roland und vielen weitere sehenswerte Bauten kennen.

Havelabwärts führt der Radweg durch die Flusslandschaft Untere Havelniederung. In Kützkow oder dem Künstlerdorf Bahnitz können Sie an Kneipp-Stationen etwas für Ihre Gesundheit tun. Milow erwartet Sie mit einer Ausstellung über den Naturpark Westhavelland, wo Sie viel über die Flora und Fauna der Umgebung erfahren. Vielleicht noch ein letzter Stopp an der von Künstlern gestalteten Uferpromenade von Premnitz und weiter geht es in die Optikstadt Rathenow.

Weitere Informationen rund um das Havelland finden Sie hier.

Der Weserradweg

Weserradweg

© Weserbergland Tourismus e.V

Der 491 Kilometer lange Weserradweg führt von der Entstehung der Weser im Weserbergland bis an die Nordsee. Wie Perlen auf einer Kette reihen sich hier die Sehenswürdigkeiten aneinander: fachwerkbunte Städte, Burgen und Schlösser, Wind- und Wassermühlen und der Flair der Nordsee. Aufgrund seiner geringen Steigungen ist der Fernradweg auch für Ungeübte sehr gut geeignet.

Durch das Weserbergland

Der Weserradweg beginnt in der sehenswerten „Drei-Flüsse-Stadt“ Hannoversch Münden, wo sich Werra und Fulda zur Weser vereinen. Durch das Weserbergland geht es vorbei an historischen Fachwerkstädten mit beeindruckenden Bauten der „Weserrenaissance“, die unbedingt einen Besuch lohnen. Zwischen Hannoversch Münden und Bremen streift der Weserradweg auch die Deutsche Märchenstraße. Hier können Sie sich auf die Spuren der Gebrüder Grimm und des Rattenfängers von Hameln begeben.

die Norddeutsche Tiefebene

Bei der Porta Westfalica trifft das Weserbergland auf die Norddeutsche Tiefebene. Ab hier geht es ohne nennenswerte Steigungen entlang der Mittelweser durch Marsch-, Moor- und Geestlandschaften nach Bremen. Der Hansestadt sollten Sie etwas Zeit widmen, denn hier finden sich viele Sehenswürdigkeiten. Ab Bremen folgt der Fernradweg der Unterweser bis zur Mündung in die Nordsee bei Bremerhaven und schließlich nach Cuxhaven, wo eine Anbindung an den Nordseeradweg besteht.

Praktische Informationen

Um die Weser-Region wirklich zu „erfahren“, sollten Sie sich auf 50 bis 60 Kilometer pro Tag beschränken. So haben Sie genug Zeit, um die landschaftlichen und kulturellen Höhepunkte zu genießen. Wer es etwas gemächlicher angehen möchte, kann den Weser-Radweg bequem mit hochwertigen Leih-E-Bikes erradeln. Am gesamten Wegesrand stehen Akkuwechselstationen bereit, an denen E-Bike-Radler kostenfrei einen voll aufgeladenen Akku zur Weiterfahrt erhalten. Auch Radler mit eigenen E-Bikes haben die Möglichkeit, ihre Akkus aufzuladen.

Informationen rund um den Weserradweg erhalten Sie hier.

Durch das Tal der Altmühl

Altmühltalradweg

Burg Prunn © Naturpark Altmühltal

Der Altmühltalradweg gehört mit seinen 166 Kilometern zum neuen tauber altmühl radweg, der vom Main bis zur Donau führt. Seit Jahren einer der beliebtesten deutschen Radwege, ist der Altmühltalradweg die ideale Tour, um den Naturpark Altmühltal zu entdecken.

Startpunkt des Altmühltalradweg ist das äußerst sehenswerte Rothenburg ob der Tauber. Von hier führt die Route zunächst durch den Naturpark Frankenhöhe und erreicht dann das Quellgebiet der Altmühl. Durch die sanfte Landschaft geht es nach Gunzenhausen und zum Naturpark Altmühltal.

Geschichtsinteressierte sollten in Treuchtlingen aus dem Sattel steigen. Hier erinnert der Karlsgraben an eines der kühnsten Bauvorhaben des frühen Mittelalters: Kaiser Karl der Große wollte hier im Jahr 793 die Flusssysteme von Donau und Rhein durch einen Verbindungskanal zwischen Rezat und Altmühl dauerhaft zusammenführen. Noch heute spielt in Treuchtlingen Wasser eine große Rolle. Das 28 Grad warme Treuchtlinger Thermalwasser kann in der Altmühltherme, einer modernen Bade- und Gesundheitsoase, genossen werden.

Zwischen Treuchtlingen und Dollnstein erheben sich an dem stellenweise engen Tal der Altmühl mächtige Kalkfelsen. Die romantischen Orte entlang der Route laden zur Rast ein. In Pappenheim thront erhaben über der historischen Altstadt die mittelalterliche Burg, die im Sommer Schauplatz eines prächtigen Ritterturniers ist.

In Solnhofen können im Museum unter anderem Fossilien vom Urvogel Archaeopteryx bewundert werden. Zwischen Solnhofen und Eßlingen grüßen die Zwölf Apostel, die bekannteste Felsformation des Altmühltals. 

Von Dollnstein mit seiner historischen Burgmauer geht es weiter zum barocken Juwel des Naturparks, der Bischofs- und Universitätsstadt Eichstätt. Hier sollten Radler einen Altstadtbummel einplanen. Der Residenzplatz gilt als eines der schönsten Barockensembles in Süddeutschland.

Ein weiterer Höhepunkt des Altmühlradwegs ist das Römer und Bajuwaren Museum Burg Kipfenberg, das unter anderem über den Limes, die ehemalige römische Reichsgrenze, informiert. Noch mehr Geschichte gibt es in Dietfurt. Hier lockt das Erlebnisdorf Alcmona mit Rekonstruktionen aus der Vorgeschichte. Wer sich zwischen all den Sehenswürdigkeiten entspannen oder abkühlen möchte, kann am Badesee bei Kinding eine Rast einlegen.

Von Dietfurt sind es noch etwa 35 Kilometer bis nach Kelheim, wo die Altmühl auf die Donau trifft. Ab Riedenburg gibt es einen bequemen Service: Wer will, kann die letzte Teilstrecke mit dem Schiff fahren – das Fahrrad wird auf den Schiffen im Altmühltal kostenlos mitgenommen. Vorbei an der etwas tausend Jahre alten Burg Prunn geht es nach Kelheim, einer ehemaligen Residenzstadt der Wittelsbacher. Hoch über der Stadt steht die Befreiungshalle, die der bayerische König Ludwig I. erbauen ließ. Hier endet der Altmühltalradweg. Wer will, kann entlang des Donauradwegs weiter radeln.

Entlang des Rheins in NRW

Fahrrad auf Reisen: Rheinradweg

Drachenfels © www.2-land-reisen.de

Um den Rhein ranken sich zahlreiche Mythen und Geschichten. Mit einer Gesamtlänge von 1.233 Kilometern zieht er durch vier Länder: Von der Quelle in den Schweizer Alpen über Frankreich und Deutschland bis zur Nordseemündung bei in den Niederlanden. Ein großes Teilstück des Rheins fließt durch Nordrhein-Westfalen.

Der Rheinradweg

Per Rad wird die Entdeckung dieses Flusses mit seinen unterschiedlichen Facetten, Kultur- und Naturräumen zu einem ganz besonderen Erlebnis. Parallel zum Fluss verläuft der Rheinradweg an beiden Flussufern auf gut ausgebauten und fahrradfreundlichen Strecken. Zahlreiche Burgen und Schlösser säumen den Weg. Die Weinlandschaften in der Pfalz, im Rheingau und Rheinhessen sorgen für kulinarische Genüsse.

Nordrhein-Westfalen – Lebendig und kontrastreich

Ein besonders attraktives Teilstück erwartet Radfahrer in Nord
rhein-Westfalen. Vom Drachenfels im Siebengebirge bis nach Emmerich am Rhein – im bevölkerungsreichsten Bundesland präsentiert sich der Rheinradweg lebendig und kontrastreich. Historische Ortskerne und geschäftige Metropolen wie Köln und Düsseldorf laden zum Verweilen ein. Die umtriebige Binnenhafenstadt Duisburg mit ihrer Industriekultur ist ebenso einen Besuch wert wie die faszinierenden Baudenkmäler entlang der Strecke.

Weitere Etappen

Der Rheinradweg eignet sich für Tagesausflüge, Kurzreisen oder Etappenradeln. Und wer noch weiter will: Rheinaufwärts führt der Rheinradweg über Mittelrhein, Oberrhein und den Bodensee bis in die Schweiz. Rheinabwärts geht es durch die Niederlande bis an die Mündung des Flusses in Rotterdam. Weitere Informationen rund um den Rheinradweg finden Sie hier.

Radwege in Schleswig-Holstein

Radwege in Schleswig-Holstein: St. Peter Ording

St. Peter Ording © [email protected]

Schleswig-Holstein ist ein Paradies für Radfahrer. Das Land ist flach, die salzhaltige Luft gesund und die insgesamt 12 gut ausgebauten Radfernwege gewähren interessante Einblicke in die Geschichte des Landes. Sandige Nordseeküsten mit Blick aufs Wattenmeer, die beeindruckenden Steilküsten der Ostsee, pulsierende Hafenstädte und historische Dörfer sorgen beim Radfahren für Abwechslung. Wir stellen zwei beliebte Radfernwege in Schleswig-Holstein vor.

Der Wikinger-Friesen-Weg

Wer in die jahrtausendalte Kulturgeschichte der frühen Bewohner des Nordens eintauchen möchte, kann sich auf dem Wikinger-Friesen-Weg an die Spuren der rauen Nordmänner heften. Die knapp 180 Kilometer lange Strecke führt von St. Peter-Ording an der Nordsee bis zum Ostseefjord Schlei. Vorbei an geheimnisvollen Hügeln und archäologischen Denkmälern können Radfahrer die alte Kulturlandschaft mit ihren idyllischen Flüssen, verträumten Dörfern und reizvollen Städten wie Schleswig, Friedrichtstadt und Schwabstadt entdecken. Ein Höhepunkt der Tour ist das Wikingermuseum Haithabu: Eingeteilt in die Themenbereiche Haushalt und Wohnen, Ernährung, Bekleidung und Schmuck vermitteln Funde eine Vorstellung vom Alltagsleben vor 1000 Jahren. Während der Tagesetappen von etwa 50 Kilometern können Zwischenstopps an insgesamt 43 Hörstationen eingelegt werden, die spannende Geschichten der damaligen Zeit erzählen.

Der Ostseeküsten-Radweg

Für Radler, die eine längere Tour planen, ist der Ostseeküsten-Radweg bestens geeignet. Die 340 Kilometer lange Strecke führt von der dänischen Grenze bei Flensburg bis ins Seebad Travemünde und gehört zu den beliebtesten Fernradwegen Deutschlands. Je nach Kondition und Urlaubsplanung lassen sich reizvolle Varianten für Freizeitradler aller Klassen finden. Die Tour führt vorbei an Sandstränden, ockerfarbenen Klippen sowie durchs facettenreiche und bezaubernde Binnenland. Nebenbei können typisch nordische Städte wie Kiel, Kappeln, Heiligenhafen und Neustadt besichtigt werden.

Weitere Informationen rund um das Radfahren in Schleswig-Holstein finden Sie hier.

Der Mosel-Radweg

Der Mosel-Radweg führt auf einer Strecke von 311 Kilometern vom französischen Metz bis nach Koblenz, wo die Mosel am Deutschen Eck in den Rhein mündet. Besonders der Abschnitt zwischen Trier und Cochem ist landschaftlich reizvoll – hier hat sich die Mosel in tiefen Schluchten und unzähligen Windungen in das Gebirge gegraben. Die steilen Hänge der Flusstäler sind dicht mit Reben bepflanzt, die Steillagen prägen das Gebiet wie kaum eine andere Weinlandschaft der Welt.

Traditionsreiches Weinbaugebiet

Die Mosel und ihre Nebenflüsse Saar und Ruwer fließen durch ein traditionsreiches Kulturland, in dem schon Kelten und Römer vor 2000 Jahren ihren Wein anpflanzten. Diese hinterließen Bau- und Kunstdenkmäler, die heute noch in großer Zahl zu besichtigen sind. Und gerade beim Wandern, Radeln oder Boot fahren lässt sich das Moselland besonders intensiv erleben. Der direkt am Fluss verlaufende Mosel-Radweg gehört zu den beliebtesten Radwegen Deutschlands.

Reizvolle Ortschaften und alte Burgen

Fast überall entlang der Mosel ist die Landschaft von Weinbergterrassen geprägt. Die Mosel teilt hier Eifel und Hunsrück. Reizvolle Dörfer laden zum Bummeln durch ihre engen, verwinkelten Gassen ein und unzählige Weingüter bieten Weinverkostungen an. Zwischen Zell und Koblenz säumen eine Reihe von Burgen den Mosellauf, unter anderem die Marienburg im Zeller Land, die Burg Eltz auf dem Maifeld und die Burg Thurant an der Untermosel bei Kobern-Gondorf.

Kulturelle Höhepunkte

Fahrrad auf Reisen: Mosel-Radweg

Reichsburg Cochem © [email protected]

Kulturelle Höhepunkte sind die 2000 Jahre alte Römerstadt Trier, das beschauliche mittelalterliche Städtchen Bernkastel-Kues und das berühmte Deutsche Eck in Koblenz mit der weiten Aussicht über das Rheintal. Unweit von Koblenz gibt es mit Enkirch ein wahres Schmuckstück der moselländischen Fachwerkarchitektur zu bewundern. Weit über die Region hinaus bekannt ist auch die Stadt Cochem mit ihrem malerischen Stadtzentrum sowie der alten Reichsburg Cochem aus dem elften Jahrhundert. In Traben-Trarbach können Radfahrer Jugendstil-Gebäude bewundern und anschließend eine herrliche Schiffsrundfahrt erleben.

Der Aller-Radweg

Fahrrad auf Reisen: Aller-Radweg

© Tourismus Region Hannover e.V.

Entlang der Aller, auch als Fluss der 100 Quellen bezeichnet, führt der Aller-Radweg durch eindrucksvolle Landschaften und abwechslungsreiche Orte. In den vergangenen Jahren ist er kontinuierlich ausgebaut worden. Bis nach Gifhorn verläuft der Radweg südlich der flachen Lüneburger Heide. Ab Gifhorn wird die Strecke hügeliger, Steigungen sowie Gefällestrecken gleichen sie jedoch weitgehend aus. Der Schwierigkeitsgrad wird als „leicht“ eingestuft.

Sehenswürdigkeiten

Die über 1000-jährige Reiterstadt Verden an der Kreuzung von Aller- und Weserradweg ist bereits von weitem durch den imposanten Verdener Dom zu erkennen. In Schwarmstedt, am Rande der Südheide, mündet die Leine in die Aller. Die Residenzstadt Celle beeindruckt mit ihrem Welfenschloss und etwa 500 aufwendig restaurierten Fachwerkhäusern in der Altstadt.

Das beschauliche Gifhorn ist als Mühlenstadt in der Südheide bekannt und bietet einen deutlichen Kontrast zur jungen und experimentierfreudigen Stadt Wolfsburg mit der Autostadt und dem Phaeno. Neben den sehenswerten Städten gibt es viel Raum für Entspannung und Ruhe: Zwischen Wiesen, Weiden und Wäldern kann man die Seele baumeln lassen. Authentische Dörfer und Sehenswürdigkeiten begleiten Radfahrer auf der gesamten Strecke: Windmühlen, historische Schleusen, die Aller-Fähre und archäologische Denkmäler säumen den Weg und laden zum Entdecken ein.

Der StreckenVerlauf

Der Aller-Radweg beginnt an der Mündung der Aller in die Weser bei Verden. Dem Verlauf der Aller folgt der Radweg oft im Abstand von wenigen hundert Metern.
 Spätestens bei Seggerde muss die Entscheidung fallen, wie es weitergehen soll, denn ab hier verläuft der Aller-Radweg auf zwei Strecken: Zur Domstadt Magdeburg (72 km) mit Anschluss an den Elberadweg oder über Marienborn nach Eggenstedt an die Quellen der Aller (62 km).

Wie Sie auch anreisen, die Orte entlang des Aller-Radwegs sind mit Fahrrad, Auto und Bahn jederzeit gut zu erreichen. Übernachten können Sie auf einem Bauernhof, in einer Pension oder im Hotel – für jeden Wunsch gibt es das richtige Angebot. Aktuelle Informationen zur Strecke sowie zu Übernachtungsmöglichkeiten finden Sie hier.